Probleme mit Schimmel-Entferner

Schimmel-Entferner enthalten vielfach Wirkstoffe, die für Gesundheit und Umwelt eine ernsthafte Belastung darstellen. Besonders problematisch sind die quartären Ammoniumverbindungen, weil sie biologisch kaum abbaubar sind.

Aktiv-Chlor, anionische Tenside und quartäre Ammoniumverbindungen: Benzalkoniumchlorid, Natriumhypochlorid Formaldehyd, Didecylimethylammoniumchlorid, Carbendazim, Isothiazollinonederivate sind Bestandteile von Fungiziden und somit Inhaltsstoffe zahlreicher Schimmelsprays. Die Dämpfe dieser Lösungen wirken reizend wie auch belastend auf die Atemwege und der intensive Chlorgeruch verflüchtigt sich erst nach mehreren Tagen. Die Verwendung dieser Mittel ist somit für uns Menschen wie auch für unsere Umwelt problematisch, weil die Wirkstoffe letztendlich durch das Abwasser in die Umwelt und in unsere Nahrungskette gelangen.

Für kleinere Schimmelbefälle eignen sich durchaus bewährte Hausmittelchen wie Wasserstoffperoxyd und Ethanol, die für Mensch, Tier und Umwelt keine Belastung darstellen.

Grössere Schimmelbefälle in Gebäuden sind nach den Richtlinien der SUVA und dem Bundesamt für Gesundheit BAG fachkundig zu sanieren.  Entfernen oder Wegwaschen eines Pilzbefalls, ohne die entsprechenden Schutzvorkehrungen zu beachten, ist fahrlässig. Schimmel mit Schimmelmitteln, Bioziden oder mit Fungizid haltiger Farbe zu behandeln ist ineffizient wie auch unverantwortlich, da der Schimmelbefall damit nicht langfristig entfernt wird. Die Verwendung von Bioziden stellt für Mensch und Tier generell eine ernst zu nehmende gesundheitsschädliche Belastung dar. Biozide gehören grundsätzlich nicht in Wohnräume!

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